Foto: Rainer Rettinger

Presse

Extraschicht 2009:
Dem Ruhri sein Revier –
Ausstellung bis August

Ab sofort können Plakate bestellt werden

Ruhris finden sich in den Motiven wieder

Wir sind nicht 2010! – Essener Stadtspiegel berichtet über RUHRI.2010-Kampagne

Ausstellungseröffnung am 18. September 2008

Redaktionsbüro Ruhri erhält Auszeichnung: Botschafter des Ruhrgebiets

Reaktion auf den Perspektivplan II-Beitrag von Prof. Dr. Hartmut H. Holzmüller

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Dem Ruhri seine Presse.

Extraschicht 2009: Dem Ruhri sein Revier
Ausstellung bis August 2009

Ausstellung der RUHRI.2010-Kampagne im
LVR-Industriemuseum, Zinkfabrik Altenberg – mehr …

Unter dem Motto „Dem Ruhri sein Revier“ präsentieren Rudi Grande und Rainer Rettinger während der Extraschicht (Ausstellungsdauer bis Ende August) im LVR-Industriemuseum in der Zinkfabrik Altenberg die RUHRI.2010-Kultkampagne. „Ob auf touristischem, kulturellem oder wirtschaftlichen Gebiet – immer noch begegnen wir den alten Vorurteilen gegenüber der Region. Denen wollen wir authentisch, phantasievoll, stolz, aber auch ein stückweit augenzwinkernd-selbstironisch begegnen“, so Rudi Grande und Rainer Rettinger. Schon lange sei das Revier dem Schmuddel-Image entwachsen.

Unter der Headline „Dem Ruhri sein Hammer“ präsentiert sich auch das Herzstück des Schauplatzes, die Zinkfabrik Altenberg. Rund 25 Exponate namhafter Fotografen illustrieren eindrucksvoll den Wandel durch Kultur und Kultur durch Wandel im Ruhrgebiet. Mit informativen, aber zugleich erfrischend anderen Texten wollen die Macher zum Ausdruck bringen, worum es eigentlich geht: um eine aufrichtige Liebeserklärung an das Revier.

Ab sofort können Plakate bestellt werden

Preise und bestellformular
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Ab sofort können individuell produzierte Plakate der Kultkampagne RUHRI.2010 bestellt werden!

Bestelladresse:
Redaktionsbüro Ruhrie, Max-Fiedler-Str. 30, 45128 Essen,
T: 0201 7268200, F: 0201 2487550, E: rainer.rettinger(at)ruhri2010.de

Format Preis ohne Kaschierung Preis mit Kaschierung
auf Depafit 5 Millimeter
DIN A 3
297 x 420 mm
60,– € keine Kaschierung möglich
DIN A 2
420 x 594 mm
80,– € 100,– €
DIN A 1
594 x 841 mm
100,– € 130,– €
DIN A 0
841 x 1189 mm
120,– € 170,– €
Sondermaß
1100 x 1300 mm
160,– € 230,– €

Ruhris finden sich in den Motiven wieder

Stadtspiegel Bottrop berichtet über RUHRI.2010-Kampagne
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Ruhris finden sich in den Motiven wieder

Wir sind nicht 2010!

Essener Stadtspiegel berichtet über RUHRI.2010-Kampagne
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Wir sind nicht 2010.

Dem Ruhri seine Kampagne

Ausstellungseröffnung am 18. September 2008
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Dem Ruhri seine Kampagne.

RUHRI.2010 – Kultkampagne erhält Auszeichnung vom Verband pro Ruhrgebiet: „Botschafter des Ruhrgebiets“

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Der Verein pro Ruhrgebiet hatte Anfang August Ruhrgebietler aufgerufen, Ideen und unkonventionelle Initiativen für die Region einzureichen. Die besten Ideen wurden prämiert und sollen später auch umgesetzt werden. CHOR, so der Name der Initiative, hatte zahlreiche Unterstützer gefunden, darunter zum Beispiel den Mediziner Prof. Dietrich Grönemeyer, Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann, Ruhrgebiets-Forscher Prof. Klaus Tenfelde und Comedian Herbert Knebel.

„Toll, wie viele kreative und charmante Ideen der Wettbewerb hervorgebracht hat “, freut sich pro Ruhrgebiet-Vorsitzender Helmut an de Meulen. „Und das Wichtigste: Alle sind umsetzbar. Man sieht: Jeder kann etwas dazu beitragen, den Charme des Ruhrgebiets zu vermitteln.“

Mit einer Anzeigenkampagne bewarb sich das Redaktionsbüro Ruhrie und überzeugte die Jury. Die Ziel der Kampagne ist es, die Menschen auf die Kulturhauptstadt 2010 einzustimmen. 25 Motive umfasst die Idee – vom Kiosk als „Dem Ruhri seine Tagesthemen“ über die Nordsternpark-Brücke als „Dem Ruhri seine Golden Gate“ bis hin zum Tetraeder als „Gizeh des Reviers“. Seitdem dürfen sich die Macher der Kampagne, Rudi Grande, Ralph Lueger und Rainer Rettinger als Botschafter des Ruhrgebiets bezeichnen; offiziell beurkundet vom Verband pro Ruhrgebiet.

Die Kampagne sei „eine Mischung aus Eigenlob, Stolz und augenzwinkernder Selbstironie“, so Rettinger. „Wichtig erscheint uns, die Bewohner des Ruhrgebiets – die Ruhris – auf die Reise zu dem spannenden Abenteuer RUHR.2010 einzustimmen, zu begleiten und zu begeistern.“

Dem Ruhri sein Perspektivplan

Reaktion auf den Perspektivplan II-Beitrag
von Prof. Dr. Hartmut H. Holzmüller:
„Marketing-Strategien für die Kulturmetropole Ruhr“
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Wer sind wir, fragt man sich, wenn man den Perspektivplan II-Beitrag von Prof. Holzmüller liest. Unter der Überschrift „Marketing-Strategien für die Kulturmetropole Ruhr“ doziert Holzmüller über den Ruhrmenschen. Er sei verhockt, unbeweglich, im Grunde genommen dauersubventioniert und ewig jammernd. Klingt traurig. Ein weiterer Ansatz aber scheint vielversprechend: die Bewohner sollen sich nicht mehr als Dortmunder, Essener oder Bochumer sehen, sondern als Ruhri! Eine gute Idee, doch in den darauffolgenden Sätzen wird die aufkommende Euphorie gebremst. Mit diesem Begriff assoziiert man eher Atze Schröder und Minipli, Mantafahrer und Goldkettchen. In fett gedruckt liest man weiter: Der Begriff „Ruhri“ stellt eine Selbstverniedlichung dar, um nicht zu sagen Infantilisierung, die entschieden abgelehnt werden muss. Klare Worte eines Professors! Modisch, oberflächlich, „Tandaradei-Kultur“, so das professorale Fazit. Eine Lösung aber bietet der Marketingstratege und Lehrstuhlinhaber der Universität Dortmund nicht an. Also stellt sich die Frage: Wer gibt dem Ruhrgebietler, dem Rhein-Ruhr-Metropolit, dem Eisenheimer, Borbecker oder Bueraner, eine übergreifende Identität? 2010 sind wir Kulturhauptstädtler zumindest für ein Jahr! Aber danach? Wie nennen wir uns dann?

Mein Freund ist ein Hamburger, meine Frau eine Kalifornierin! Doch wer bin ich? Rheinländer, Westfale oder Ruhri? Das Wort Ruhri auf Atze Schröder oder Minipli zu reduzieren, ist eine sehr einseitige Sicht. Wie der gesamte Ansatz überinterpretiert scheint. Hier ist mehr Objektivität gefragt in der – auch professoralen – Beurteilung. Was machen wir mit den Bekennern wie Asli Sevindim, Direktorin der Ruhr2010 GmbH (trägt kein Minipli), die in einem Spiegel-Interview vom 22. August 2007 bekannte: Ich bin einfach Ruhri. Auch der Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, Dr. Oliver Scheytt (fährt keinen Manta), bekannte in einem Interview mit dem ungarischen Kulturmagazin MAGYAR NARANCS: Ich bin ein Ruhri! Die Liste der Menschen des Ruhrgebiets, die sich stolz als Ruhris bezeichnen, könnte hier endlos fortgesetzt werden. Wer also ist dieser Ruhri, von dem Holzmüller sagt, er sei Tandaradei-Kultur?

Bodenständigkeit ist das, was den Ruhri schon immer ausgezeichnet hat. Mit einer entwaffnenden Offenheit ausgerüstet, deren direkte Sprache mancher Nichtruhri als unhöflich oder gar frech empfindet. Doch damit tut man dem Ruhri unrecht. Er ist schlicht ehrlich und sagt in der Regel ohne Umschweife was er denkt – ob das dem Gegenüber passt oder nicht. Insgesamt ist die Art der Kommunikation im Ruhrgebiet ebenso gewöhnungsbedürftig wie liebenswert. Chronisches Konsonantenverschlucken („Doatmund“) gehört genauso dazu wie Formulierungen a lá „Und ich sach´ für Jaqueline…“ (sprich: Jackeline). Wer sich jedoch über diese regionale sprachliche Besonderheit aufregt - die alles andere als hochgestochen klingt – darf eines nicht vergessen: „wat“ und „dat“ gibt es auch in Berlin an jeder Ecke zu hören.

Fußball ist für viele Ruhris Religion. Im Pott ist man wirklich Fan. Vor Ort spielen Regional- und Nationalspieler, hier hat man eine Dauerkarte, begleitet die Mannschaft zu allen Auswärtsspielen, lässt Dampf ab und nennt vielleicht seinen Sohn nach dem Mittelfeldregisseur seines Vereins. Und hat mindestens einen Tag schlechte Laune, wenn der eigene Klub verloren hat. Dann hilft nur noch ein Besuch in der Stammkneipe umme Ecke. Direkt umme Ecke stehen auch die Industriedenkmäler und Landmarken – Orte mit einer unvergleichlichen Atmosphäre. Ideale Kulturkulisse. In alten Fabrikhallen finden Konzert- oder Theateraufführungen statt. Strukturwandel par excellence. 2010, wenn das Revier für ein Jahr Kulturhauptstadt Europas ist, gibt’s dann noch mehr Kultur: Ideen aus ganz Europa sollen - entlang der Emscher und des Hellweg - Brachland in individuell gestaltete Räume verwandeln. Ein Fliegendes Rathaus beispielsweise - mobiles Architekturobjekt – soll durch die Region düsen, Stollen und Flöze aus aktiven Bergbauzeiten sollen an ausgewählten Stellen für die Kunst geöffnet werden. Und mittendrin: der Ruhri. Keineswegs „infantil“ wird er dann ganz Europa beweisen, wie gastfreundlich, offen, teils liebenswert verschroben und in jedem Fall einzigartig er ist. Dem Ruhri sein Perspektivplan eben. Ich jedenfalls bleibe dabei: Ich bin ein Ruhri.2010! Apropos: wer sich mit Wörtern wie Tandaradei-Kultur sprachlich im Mittelalter bewegt, dem spricht man die Kompetenz moderner Wortschöpfungen ab.

Rainer Rettinger